Hundesport mit Handicap: Kein Problem

Hundesport mit Handicap: Kein Problem

Du möchtest deinen Hund beschäftigen, weißt aber nicht wie? Keine Sorge, auch mit Handicap könnt ihr gemeinsam Spaß haben. Auf enge Wendungen oder Sprünge sollte durch die starke Belastung für die Gelenke jedoch verzichtet werden. Wir stellen dir einige tolle Alternativen vor.

Hoopers oder Degility

Agility kennt fast jeder: Hunde rennen in einem Wahnsinnstempo durch einen Parcours, springen über Hürden und rennen durch Tunnel. Das geht mit Handicap natürlich nicht. Daher sind Hoopers und Degility tolle Alternativen. Es gibt keine Sprünge, stattdessen absolviert der Hund auf Zuruf einen Parcours aus Bögen und kleinen Tunneln. Hier ist das Zusammenspiel wichtig. Dein Hund kann in seinem Tempo laufen und sollte sich trotzdem auf dich konzentrieren. So habt ihr beide Spaß und dein Hund wird artgerecht ausgelastet.

Hoopers (Quelle: www.hsv-wittgensdorf.de)

Rally Obedience

Eine weitere geeignete Hundesportart ist Rally Obedience. Hierbei geht es darum, dass der Hund mit seinem Besitzer einen Kurs durchläuft und dabei verschiedene Übungen absolvieren muss. Dabei werden Grundkommandos wie Sitz und Platz, aber auch schwierigere Aufgaben wie Rückwärtslaufen und Slalom durch einen Futterparcours geübt. Dabei wird die Bindung zwischen Mensch und Tier gestärkt. Der Kurs ist so gestaltet, dass er auch für Handicap-Hunde geeignet ist. Durch Rally Obedience können Handicap-Hunde ihre motorischen Fähigkeiten verbessern und trainieren.

Für Spürnasen

Mantrailing ist der Klassiker, wenn man an Suchhunde denkt. Dein Hund verfolgt die Spur einer “vermissten” Person. Da gibt es verschiedene Arten, z.B. die Freiflächensuche. Suche dir hierbei am besten Hilfe in einem Verein oder einer Hundeschule. Dieser Sport erfordert mehr Know-how, als man auf den ersten Blick denkt. Auch du wirst ordentlich gefordert und lernst die kleinen Signale deines Hundes besser zu lesen.

Wenn dein Hund kein Menschenfreund ist gibt es weitere zahlreiche Alternativen. Bei der Fährtenarbeit verfolgt dein Hund eine Duftspur, z.B. aus Leberwurstwasser, bis an ein Ziel. Oder du lässt dich von der Arbeit der Polizeihunde inspirieren. So kannst du deinem Hund beibringen Geld im Wald zu finden. Starte dafür mit einem beliebigen Gegenstand, z.B. einem Centstück. Zeige es deinem Hund einige Male und belohne jedes Interesse. Nun kannst du es erst in einem Zimmer, später im Haus oder auf der Wiese verstecken. 

Achtung: Suchspiele sind für Hunde sehr anstrengend und deine Fellnase ist auch nach kurzen Einheiten ausgepowert.

Mantrailing (Quelle: www.hsv-wittgensdorf.de)

Trickdog

Du hast einen Clown zuhause? Dann ist Trickdogging vielleicht etwas für euch. Hier übt dein Hund kleine (oder große) Kunststücke. Beliebt sind Pfötchen geben, Männchen, etwas balancieren, … Auch praktische Tricks, wie die Türe schließen, das Spielzeug aufräumen oder die Socken ausziehen, sind eine tolle Aufgabe. Hier hilft ein Klicker, um punktgenau belohnen zu können.

Natürlich konnten in diesem Beitrag nicht alle Sportarten vorgestellt werden. Frag am besten eine Hundeschule vor Ort. So steht gemeinsamer Beschäftigung nichts im Weg.  Welche Beschäftigung zu dir und deinem Hund passt ist immer individuell. Einige weitere Inspirationen findest du auf unserem YouTube-Kanal.